Jan Montags Lyrik

Eine Sammlung poetischer Texte und Gedichte von Jan Montag.

Tag: lyrik

Stapfend…

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Durch den Schnee stapfend und damit beschäftigt möglichst gleiche Fußabdrücke zu hinterlassen bemerkte er nicht, dass alle Versprechungen [1], die die er gab, jene die er geben wollte und manche in denen er sich verlor, dass sie sich verbeugten, verbeugten vor einem anderen Leben.

Und so beschloss er diesen immer gleichen Pfad zu verlassen. Er stiefelte gekatert durch den zugefroreren Bach und strotzte querfeldein. Am Ende schimmerte Horizont und Schneeflocken stürzten über seine Zunge, verbrannten in dieser Glut alles Neuen.


  1. Heavily inspired by Rainer Maria Rilke. ↩︎

lyrik


Zwischen uns…

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Zwischen uns lagen
5, 10, 20 Meter
Vielleicht ein Lichtjahr
Vielleicht 5 Zentimeter

lyrik


Waschhaus

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Der graue Montag steigt aus dem Waschhaus
und heftet sich an fahle Nässe
Weiße Bettlaken wie Gespenster
und er denkt:
Wie die Zeit vergeht, wenn man nicht lebt

lyrik, mood, wochentage


Schlafen

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Schlafen unterm Sternenlicht
Sonne trocknet Gedanken
Zigaretten
Rauchen

lyrik, mood, nacht


Sonnenblume

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Bei jeder Blüte denke ich an Dich - und jeder Hummel.
An jedem Feld und bei jedem Hügel. Drüben.
Eine Sonnenblume.;
Bei jeder Nacht, jedem Stern;
und beim Sonnenaufgang wenn ich ihn sehe.
Bei jedem einzelnen Haar fühle ich dich hier. Und dort.

natur, mood, lyrik